Für mich bestand mein Leben eine sehr lange Zeit nur aus Problemen. Egal wo ich hinsah – überall Probleme. In meinem Leben, im Leben meiner Freunde, auf der Arbeit….egal wo hin ich sah – alles voll davon.
Ich verbrachte Stunde um Stunde mit Gesprächen  um Freunden bei der Lösung ihrer Probleme zu helfen. Oft gab ich ihnen Ratschläge und motivierte sie etwas zu ändern.
So lag ich manche Nacht wach und verbrachte die Zeit in der andere schliefen damit, Probleme zu wälzen.
Das alles drückte meine Stimmung sehr. Denn überall sah ich nur Sorgen und Nöte. Unschöne Dinge. Mir fehlte die Freude und das Lachen. Das unbeschwerte Leben. Die Momente, in denen ich all das einmal an Seite legen konnte.
Daher beschloss ich etwas verändern zu müssen. All das tat mir nicht mehr gut. So suchte ich nach einer Alternative, mit den Problemen umgehen zu können. Hierzu erhielt ich von jemandem den Tip folgende Unterteilung vorzunehmen:

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  1. Meine Angelegenheiten
    Ich glaube es ist ziemlich klar was ich damit meine. Es sind Lebenssituationen, die mich und mein Leben direkt betreffen. Alles wo ich selbst als handelnde Person etwas in der Hand habe. Wo ich handeln kann und die Situation sich unmittelbar hierdurch ändert. Z.B.: Probleme im eigenen Job, Streitigkeiten in der Familie und mit Freunden, Termine die ich machen muss oder sollte, Organisatorisches…..halt alles rund um mich selbst.
  2. Angelegenheiten anderer Menschen
    Auch hier dürft klar sein, was ich damit meine. Nämlich all das, woran ich nicht direkt betroffen bin. Nämlich all die Angelegenheiten, von denen mir jemand anderes erzählt. Angelegenheiten, in denen ich die Nebenrolle spiele und nicht die Hauptrolle. Vielleicht bin ich nicht einmal selbst davon betroffen. Wie z.B. von Ärger den meine Freundin in Job hat. Hier wirke ich also nicht in meinem eigenen Schaffensbereich, sondern in dem anderer Menschen. Oder um es nochmal klarer zu sagen, ich bestelle den Garten meines Nachbarns und nicht meinen eigenen.
  3. Höhere Angelegenheiten
    Dieser Punkt ist vielleicht etwas verwirrend. Daher möchte ich diesen auch erläutern. Hiermit meine ich Dinge, die ich nicht ändern kann, weil sie einfach höheren Mächten obliegen. Egal, ob ich sie nun Gottes Angelegenheiten nenne oder Angelegenheiten über die das Schicksal entscheidet – ich meine jene, auf die ich keinen Einfluss habe, weil ich sie halt nicht ändern kann.
    Der Klassiker ist das Wetter. Ich kann mich noch so darüber aufregen – ändern kann ich es nicht.

Was fange ich nun mit dieser Unterteilung an?

Ich habe mir meine Probleme noch einmal ins Gedächtnis gerufen und mir überlegt, um WESSEN Angelegenheiten es sich hierbei handelt. Sind es tatsächlich meine Probleme, oder die Probleme anderer Leute, oder sind es Situationen, die ich schlicht und einfach gar nicht ändern kann.

Mir hat diese Unterteilung sehr geholfen. Denn gleich fiel eine Menge Druck von meinen Schultern, da mir klar wurde, dass es so viele eigene Probleme gar nicht sind. Sicherlich waren die Probleme nicht weg, doch ich erkannte, dass ich die Möglichkeit hatte zu entscheiden. Ich konnte entscheiden, wie nah ich die Probleme anderer Menschen an mich heranlasse. Wie weit ich sie zu MEINEN werden lasse.

Und ich hatte sogleich einige Probleme weniger um die ich mich kümmern musste. Denn die Angelegenheiten, die ich eh nicht ändern kann, hatten auf meiner „To-do-Liste“ nichts verloren.

Vielleicht habt ihr ja auch so das eine oder andere Problem, was gar nicht euer eigenes ist – sich aber genau so anfühlt.
Die richtige Dosis und den richtigen Umgang mit Problemen anderer zu finden, war für mich gar nicht so einfach. Und stellt auch jetzt immer wieder mal eine Herausforderung dar.
Sicherlich werde ich hierzu noch einmal etwas schreiben.

Liebste Grüße
Silke

 

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