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Was sind Probleme überhaupt?

Schon fast komisch, diese Frage zu stellen. Doch mal ehrlich – wann hast Du das letzte Mal darüber nachgedacht, was Probleme überhaupt sind?
Meistens denken wir darüber nach, was wir für welche haben und wie wir sie aus der Welt bekommen.
Denn wir halten Probleme meist für schlecht. Denn sie hindern uns am gemütlichen weitergehen.

Probleme sind für mich die Steine, die mir in meinem Weg rumliegen. Die erstmal sagen: „Ey – hier gehts jetzt nicht  weiter. Hier musst du mal dein Köpfchen anstrengen, und dir was anders einfallen lassen……!“

Wenn sich Probleme auftun, dann funktioniert es eben mal nicht wie ausgemalt. Unser Plan geht nicht auf, bzw. wir stellen fest, wir haben gar keinen.
Und genau aus diesem Grund fühlt es sich meist gar nicht so toll an, ein oder gar mehrere Probleme zu haben.
Und wenn wir vorher auf unserem Weg noch so zielstrebig und selbstbewusst waren, so bekommen bei holprigen Situationen auch einmal die Hartgesottenen von uns, weiche Knie.

Wenn wir keine Lösung haben, werden wir unsicher. Es gibt zunächst nichts, auf das wir zurückgreifen können. Und genau das passiert, wenn wir so eine Situation noch nicht erlebt haben. Wenn uns die Erfahrungen fehlen, die uns die (Selbst)-Sicherheit geben, auch diese Situation zu meistern.

So versucht unser Gehirn sich zu erinnern. Tastet die Festplatte ab und bringt Vorschläge aufs Tableau. Finden wir etwas Passendes, so werden wir ruhiger und probieren bestenfalls aus, ob diese „alte“ Erfahrung auf die nun „neue“ Situation anzuwenden ist.
Präsentiert uns unser Gehirn eine Situation, in der wir vielleicht nicht so erfolgreich waren, wie wir uns das wünschen, kommt vielleicht zur Unsicherheit auch noch eine Angst dazu. Die Angst zu versagen – der Situation nicht „gewachsen“ zu sein. Halt die Angst, die mit der alten Erinnerung verknüpft ist, an die wir gerade denken.

Und wenn Angst ins Spiel kommt, dann wird es sehr schnell unübersichtlich bei unserer Suche nach der Lösung des Problems. Denn Angst ist ein Urinstinkt von uns. Und unser Körper hat zwei Möglichkeiten zu reagieren, entweder mit Flucht oder mit Kampf. Und beides ist nicht passend in der Situation. Denn es geht hier ja nicht darum einen Kampf zuführen oder die Flucht anzutreten. Vielmehr geht es darum eine Lösung zu finden, die uns weiterbringt. Und um konkreter zu werden, sind wir auf der Suche nach einer Erfahrung, die wir selbst noch nicht gemacht haben.

Hier die Fragen, die uns in einer solchen Situation weiterhelfen könnten:

  1. Wen kenne ich, der schon einmal in einer ähnlichen Situation war?
  2. Würde er mir weiter helfen?
  3. Gibt es vielleicht eine Alternative, falls ich niemanden fragen kann/will, den ich persönlich kenne?
  4. Gibt es eine Internetplattform, auf der ich suchen könnte?
  5. Finde ich vielleicht grundsätzlich im Internet oder an einer anderen Stelle (z.B. Behörde, Selbsthilfegruppe) Informationen, die mich weiter bringen

Was man bei „Fremderfahrungen“ beachten sollte:

Bei Erfahrungen, die man selbst nicht gemacht hat, finde ich es sehr wichtig genau hieran zu denken. Denn jeder Mensch ist anders und bringt ganz individuelle Voraussetzungen mit. Wenn ich nun die Erfahrung oder den Ratschlag eines anderen gehört habe, so empfinde ich es als sehr hilfreich, erst einmal zu überlegen, welches denn meine Voraussetzungen sind. Kann die Lösung auch wirklich für mich gelten, oder unterscheide ich mich doch zu sehr von dem Ratgeber? Und falls ich mich unterscheide, wodurch kann ich dies ausgleichen? Gibt es etwas, über das ich verfüge und der Ratgeber nicht?

Ist das Ziel wirklich das Richtige?

Manchmal ist es auch gar nicht möglich, das Ziel auf diesem Weg zu erreichen. Egal, wie man das Problem dreht und wendet – es ist nicht aus der Welt zu schaffen. Zumindest nicht ganz. Dann ist der Zeitpunkt gekommen, um darüber nachzudenken, ob das Ziel nicht neu definiert werden kann. Oder vielleicht Teile davon. Vielleicht ist die Zeit, die man sich hierfür gesetzt hat unrealistisch.

Ich finde das das, mit dem Problemen gar nicht so einfach ist. Doch auch stelle ich fest, dass Grübeleien oftmals gar nicht helfen. Wenn man ständig mit den Gedanken im Kreis läuft, so sucht man nach etwas was gar nicht da ist. Folglich ist es angebracht, hier auf die Suche zu gehen. Eben nach der Suche nach einer Erfahrung eines anderen. Nur ein neuer Aspekt – im Impuls – kann uns dann bei der Lösungsfindung behilflich sein. Etwas, was unsere Überlegungen aus dem Kreis raus bringt – und zwar ein Stückchen voran. Und wenn es mit den Gedanken voran geht, dann auch mit unserem Weg.

Liebste Grüße
Silke

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