Die Stimme in uns –  gar nicht so einfach sie zu erkennen und auch zu verstehen

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Ich weiß noch, als ich das erste Mal den Rat erhielt, auf mich selbst zu hören. Naja…eigentlich bin ich mir gar nicht so sicher, ob es wirklich das „erste Mal“ war – jedenfalls ist es das Mal, an das ich mich bewusst erinnern kann.

Ich war damals in der Tagesklinik zur Behandlung meines Burn-Outs. Meine Therapeutin erzählte mir dann erstmals von dieser inneren Stimme.
Sie sagte, dass ich nur  SELBST wissen kann, was wirklich gut und richtig für mich ist.
Nur ICH SELBST würde es fühlen und nur ich selbst könnte es hören, wenn ich in mich hineinhorchen würde.
Da wäre eine innere Stimme, die mir den Weg weisen würde.

„Aha“, hab ich gedacht. „Das ist ja spannend!“

Doch in meinem Kopf tobte das Chaos. Es waren unglaublich viele Stimmen in mir.
Zumindest tobten unglaublich viele Gespräche in mir. Und ich hatte echt keine Ahnung, wie ich aus diesem Chaos, diese EINE, so wichtige Stimme herausfiltern sollte.
Diese Gedanken ließen mich nicht schlafen. Hatte ich das Gefühl etwas zu Ende gedacht zu haben, so kam gleich der nächste Gedanke auf. Es war wie ein niemals endender Dialog – ein Kreislauf.

Ich kann mich  gut daran erinnern, wie schwierig es war, dieses Gedankenkarussell zu unterbrechen. Und es war nicht so, dass es auf einmal stehen blieb. Vielmehr so, dass es mit und mit langsamer wurde.
Und durch dieses „langsamer werden“ wurde es in mir ruhiger und ruhiger…….

Nun fragt Ihr Euch sicher, warum ich das alles erzähle – warum ich es hier aufschreibe?
Ganz einfach: in vielen Ratgebern liest man genau von dieser Stimme. Von der Wichtigkeit Ihrer Worte.

Ja, auch ich erachte diese innere Stimme für sehr wichtig. Und ich habe in meinem Leben – so glaube ich, keine kostbarere Entdeckung gemacht, als diese eine Stimme zu finden und mit ihr ins Gespräch zu gehen.
Doch mir hat nie jemand gesagt, dass es seine Zeit braucht. Dass es einfach dauert, bis ich sie klar und deutlich hören werden. Und dass sie mal lauter und mal leiser ist. Und es mal gute und mal weniger gute Tage im Kontakt geben wird.


So habe ich lange mit mir gehadert, wenn es nicht sofort klappte. Ich war ungeduldig mit mir, weil es sich so einfach anhörte. Ich fühlte mich unfähig und dachte, ich könnte die „einfachsten“ und „grundlegendsten“ Dinge nicht.
Und diese Gedanken waren mit einem unglaublichen Gefühl des Versagens verbunden. Und diese wiederum mit dem Gefühl der Verzweiflung. Denn ich hatte mir hiervon eine Erleichterung für mein Leben erhofft. Und diese schien nicht greifbar für mich.


Und um Euch – falls Ihr Euch ähnlich fühlt –zu sagen: ey – das ist nicht einfach! Das muss geübt werden. Und für jemanden, der es nicht gewohnt ist, das zu tun – ist das völlig normal!………schreibe ich meine Erfahrungen damit auf.

Also ist mein Fazit: Ja! Es gibt diese innere Stimme. Und es erleichtert das Leben, wenn man mit ihr in Kontakt ist. Aber genau das, ist nicht so einfach. Genau diesen Dialog herzustellen bedarf Übung. Denn diese entscheidende Stimme spricht ganz ruhig und leise.
Und um sie zu verstehen ist es wichtig, dieses Gedankenkarussell, was es so laut in unserem Inneren macht, leiser werden zu lassen. Und wie ich dies erreicht habe, das möchte ich gerne das nächste Mal erzählen.

Vielleicht könnt Ihr hierzu ja ein paar Impulse gebrauchen, die Ihr dann auf Euch umgestalten könnt.Denn jeder von uns ist einzigartig und besonders. Und darum sind auch die Arten wie wir Ziele erreichen individuell. Doch eine Anregung zur Gestaltung Eurer eigenen Lösung kann – so hoffe ich doch sehr – hilfreich sein.

Liebste Grüße
Silke

 

 

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