Es besagt:

Der Mensch kann die Welt, das Leben…eben alles, was es zu erfahren gibt und gilt, nur durch Gegensätze erfahren. All jenes, zu dem es keinen Gegensatz gibt, ist für den Menschen unvorstellbar. Dieses Gesetz besagt demnach, dass alles (für den Menschen) einen Gegenpol hat.Und der eine Pol den anderen erfordert (bedingt).

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Die Polarität (Gegensätzlichkeit) im alltäglichen Leben erkennen:

Ein, so finde ich, treffendes und erklärendes Beispiel für die Polarität ist unsere Atmung. Wir erfahren sie in einem gleichmäßigen Rhythmus. So atmen wir ein und atmen wieder aus. Ohne ein vorheriges Ausatmen ist ein Einatmen nicht möglich. Jeder, der versucht, eines von beiden zu „unterdrücken“ wird zwangsläufig zum Gegenpol getrieben.
Denn das Eine bedingt hier das Andere. Nehme ich hier einen Pol weg, so kann der andere Pol nicht mehr existieren. Beide Pole zusammen gesehen, bedingen ein ganzes. In diesem Beispiel die Atmung.Ein- und Ausatmung sind in diesem Beispiel als Aspekte von derselben Sache zu sehen.Beide Pole bilden ein Gesamtes. So wie eben aus zwei Puzzleteilen das fertige Puzzle entsteht. Oder eben aus  zwei Hälften ein Ganzes.

Weitere Beispiele sind:

Mann und Frau = Gegensätze (Pole) des Menschen

Heiß und kalt   = Gegensätze (Pole) der Temperatur

Ebbe und Flut = Gegensätze (Pole) der Gezeiten

Ebenso:

Schwarz und weiß, Licht und Schatten, Krieg und Frieden, Macht und Ohnmacht usw.

Schwierigkeiten mit dieser Gesetzmäßigkeit:

Die beiden Pole können nicht zeitgleich wahrgenommen werden, somit nur nacheinander. Dies führt dazu, dass der Mensch stets das Gefühl hat, sich entscheiden zu müssen (entweder/oder Mentalität). Dies liegt einzig an seinem Bewusstsein, also an der Fähigkeit der Wahrnehmung. Dennoch „scheint“ es für den Menschen so, als bewege er sich in einem Spannungsfeld.

So wird stets das entweder/oder gefühlt. Das tatsächlich vorhandene sowohl/als auch wird schwer bzw. kaum wahrgenommen.

Beispiel:

Eine Türe kann sowohl Eingang als auch Ausgang sein. Dies kann als Tatsache nur nacheinander erlebt werden.

Durch die getrennte Wahrnehmung der gegensätzlichen Pole (s. Beispiel der Türe) „bedient“ der Mensch sich der Zeit. Denn hierdurch kann alles nacheinander erlebt bzw. erfahren werden.

Die Gesetzmäßigkeit gilt in allen Bereichen unseres Lebens und ist somit auch in allen Bereichen erkennbar. Dies gilt auch für jene Bereiche, in denen ein zweiter Blick erforderlich ist, um die Polarität zu entdecken.

Hier sind z.B. unsere Gefühle/Emotionen gemeint.

So können wir beispielsweise ohne die Erfahrung der Freude, die der Trauer nicht beschreiben.

Abspaltung/Trennung der Pole

Nun gibt es jene Pole, die sich ungemeiner Beliebtheit erfreuen. Denn wir verbinden mit Ihnen Positives. Und dann gibt es jene Pole, die wir mit negativen Erinnerungen verbinden.

So ziehen wir beispielsweise die Freude der Treuer vor, und die Geduld der Ungeduld.

Dennoch sind beides Pole des Gesamten. Trennen wir sie voneinander, also entscheiden wir uns dazu, nur einen Pol in unserem Leben erfahren zu wollen, so verdrängen wir die Existenz des anderen Pols (unbewusst).

Dies nennt man: in den Schatten verdrängen.

Diese Verdrängung ist menschlich und ein „normaler“ Bestandteil unserer Entwicklung. Wir entscheiden uns FÜR das, was uns angenehm im Leben ist und GEGEN das, was uns nicht gefällt.

Jedoch sind beide Pole die Teile eines Ganzen. Und durch die Trennung machen wir es unvollständig. Wir machen uns und unser Leben dadurch un-heil. Denn heil/ganz ist die Gesamtheit.

Das heißt wir können uns und alles was ist nur vollständig erleben, wenn wir die in den Schatten verdrängten Anteile in unserem Leben intigrieren.

(Die „Schattenarbeit“ ist ein sehr intensives Thema, welches ich an anderer Stelle noch einmal ausführlicher aufgreifen werde)

 

 

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